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Montag, 26. Juli 2021

Dinkel-Roggenbrot mit Hafer

Brot backen ist ein wunderbar erdendes Tun. Seit 15 Jahren backe ich nun unser täglich Brot und liebe es! Ich kann mir schon lange nicht mehr vorstellen unser Brot nur noch zu kaufen. Freilich muss ich auch ab und an einen Laib vom Bäcker holen. Aber meist wird es hier selbst gebacken und die Kinder mögen das Selbstgebackene auch am liebsten - zum Glück. 


Man hat in der Hand, was in den Teig kommt. Welches Getreide man am liebsten mag und in welcher Konzentration. Ob mit Saaten oder ohne... man ist so vielseitig, dass man sicher nie das selbe Brot aus dem Ofen zieht. 

Hier ein Brotrezept, welches unsere Kinder sehr gerne essen. Nicht 100% Vollkorn, aber mit einem hohen Vollkornanteil. Damit kann ich gut leben. Es ist saftig und hält lange. Das muss es hier auch, denn ich backe nur 1x die Woche Brot. Was auch die Teigmenge erklärt. Wer weniger Teig braucht, rechnet einfach auf die Hälfte runter. 


Dinkel-Roggenbrot mit Hafer

(passend für 2 Formen à1000g und 2 Formen à 750g)

Sauerteig:

500g Dinkelvollkornmehl

500g Wasser

100g Dinkelanstellgut (aufgefrischt)

Alles gut vermischen und 12h bei Zimmertemperatur fermentieren lassen.


Brühstück:

200g Vollkornhaferflocken Feinblatt

50g Leinsaat

50g Sesam

50g Sonnenblumenkerne

50g Kürbiskerne

600g Wasser kochendheiß

Die Flocken und Saaten mischen und mit dem heißen Wasser übergießen. Gut umrühren und (am besten mit dem Sauerteig zusammen vorbereiten) ausquellen lassen.


Hauptteig:

Sauerteig

Brühstück

500g Dinkelmehl 630

500g Roggenvollkornmehl

300g Roggenmehl 1150

40g Salz

20g Bio-Hefe

500g-550g Wasser kalt


Alle Zutaten 3 Minuten gut verkneten (das Wasser allerdings nach und nach zugeben) und 15 Minuten ruhen lassen. Nochmals 1 Minute kneten (evtl. Restwasser zugeben) und wieder 15 Minuten ruhen lassen. Noch 1x wiederholen und den Teig in vorbereitete Formen geben. 


Den Teig gehen lassen und mit der *Fingerprobe prüfen, wann er bereit für den Ofen ist. Wenn der Teig gegangen ist, bei 250°C mit etwas Schwaden in den Ofen geben, nach 15 Minuten den Ofen auf 200°C zurückschalten und die Brote 35-40Minuten fertig backen. Die letzten 10 Minuten backe ich die Brote ohne Form fertig.


*Fingerprobe: 

Wenn du mit dem Finger in den Teig drückst und der Teig sich sehr fest anfühlt, bzw. die Delle sehr schnell wieder ihre ursprüngliche Form erreicht, braucht dein Brot noch Gehzeit.

Wenn du mit dem Finger in den Teig drückst, und der Teig langsam zurück in seine ursprüngliche Form geht, dann ist er bereit für den Ofen. 

Wenn die Delle bleibt ist das Brot schon etwas zu lange gegangen und wird im Ofen ehr zusammensacken, als noch aufgehen. In diesem Fall sollte nicht mit zusätzlicher Luftfeuchtigkeit (Schwaden) gearbeitet werden!


Dienstag, 18. Mai 2021

Schokobrötchen

Schade eigentlich, dass ich hier nur noch so selten bin. Eigentlich nur noch, um meine Tomatensorten festzuhalten und Rezepte zu sammeln. Aber man kann eben nicht auf zwei Hochzeiten tanzen und meine Zeit ist gerade sehr begrenzt. 

Trotzdem, heute mag ich mal wieder ein Rezept einstellen. Ein ganz schlichtes, aber leckeres für Schokobrötchen. Nicht zu süß und supersoft.


Schokobrötchen ca. 15St.


  • 750g Dinkelmehl 630
  • 350g Hafermilch
  • 30g Bio-Hefe (konventionelle Hefe max. 20g)
  • 1/4TL gem. Kardamom
  • 1 1/2 TL Salz
  • 3EL Zucker
  • 150g Alsan oder Butter
  • 3 kleine Eier od. 2-3EL Apfelmus
  • 75g Schokodrops Zartbitter zum Backen


Das Mehl in eine Schüssel sieben und eine Mulde ins Mehl drücken. In diese Mulde die Hefe, den Kardamom und die Hafermilch schütten und mit etwas Mehl zusammen einen kleinen Vorteig rühren. Diesen 20 Minuten ruhen lassen. Danach alle restlichen Zutaten (bis auf die Schokodrops) dazu und zu einem glatten Teig verkneten. Ganz am Schluss die Schokolade kurz unterkneten bzw. in den Teig falten.

20 Minuten ruhen lassen.

Den Teig in 15 Teigstücke teilen und diese rund schleifen. 

Die Teiglinge 20 Minuten ruhen lassen und nochmals nachschleifen. Nun auf die doppelte Größe aufgehen lassen und - wer mag - mit Eigelb bestreichen und Hagelzucker bestreuen.

Bei 200°C ca. 15 Minuten backen. 




Viel Spaß beim Nachbacken 

Donnerstag, 17. Januar 2019

Kartoffelbrot mit Emmer

Auch wenn man nicht das Gefühl hat, wird im Trollenland noch fleißig Brot gebacken. Klar, schließlich haben die Kinder hunger und verwöhnt wie sie sind, mögen sie kaum gekauftes Brot. 

Mir ist aufgefallen, dass ich meist mit sehr hohem Roggenanteil backe. Das hat eigentlich nur den Grund, dass ich für eine komplette Woche backe und Roggen das Brot eben sehr gut "frisch" hält.
Gegen Weizen und alles andere Getreide hab ich im Grunde nix. Deshalb dachte ich mir, warum nicht mal ein mildes Weizensauerteigbrot. 
Zum "frisch halten" gab es dann noch die übrig gebliebene Portion Kartoffeln vom Vortag dazu und Emmer.

Emmer mag ich ganz besonders gerne als Brotgetreide. Auch Emmer hält, wie Roggen, die Feuchtigkeit schön im Brot. Dazu schmeckt es nussig und voll.

Für alle, die Emmer nicht kennen - Emmer ist eines der ältesten Getreidesorten überhaupt. Es wurde nicht weitergezüchtet, wie z.B. Weizen und verfügt somit über alle ursprünglichen Vorzüge des Korns. Er besitzt sehr viel hochwertiges Eiweiß und weist zahlreiche Mineralstoffe und Carotinoide auf. 
Im nahen Osten ist dieses Getreide unverzichtbar.
Beim Backen verhält sich das Korn ähnlich wie Roggen. Es ist klebrig und verträgt etwas Säuerung ganz gut. Außerdem knete ich Brot mit Emmeranteil immer nur langsam und kurz und gönne dem Teig zwischen den Knetphasen eine kleine Quellpause. So wird der Teig schön elastisch und läßt sich gut weiter verarbeiten (Tipp vom Profi Günther Weber - Lorettohof).

Auch stelle ich aus Emmer sehr gerne Pasta her. Es ist das perfekte Pastagetreide  aufgrund seiner Härte. Die Nudeln werden wunderbar "al dente". 
Für Kuchen und süße Gebäcke mag ich es nicht so gerne. Da darf dann Einkorn seinen Platz einnehmen ...




Kartoffelbrot mit Emmer (knapp 2kg Laib)

Sauerteig:

  • 150g Weizenvollkornmehl 
  • 120g Wasser
  • 15g Anstellgut (aufgefrischt)


Im warmen Wohnzimmer ca. 15h reifen lassen.

Vorteig:

  • 100g Emmervollkornmehl
  • 100g Wasser 
  • 1 kleine Pr. Trockenhefe


Zeitgleich mit Sauerteig anstellen und ebenso im Wohnzimmer reifen lassen.

Brotteig:

  • Sauerteig
  • Vorteig
  • 250g Weizenmehl 550
  • 250g Weizenvollkornmehl
  • 250g Emmervollkornmehl
  • 250g gekochte und gepressete Kartoffel
  • 430g Wasser


Alle Zutaten 3 Minuten vermischen und 30 Minuten quellen lassen.


  • 50ml Wasser (Anfänger etwas weniger)
  • 20g Salz


Nun wird das Salz mit dem "Restwasser" (schlückchenweise) zugegeben. Den Teig 3 Minute kneten und 4 Minuten ruhen lassen. Diese Prozedur noch 2x wiederholen.

Danach wird der Teig in eine Schüssel umquartiert und gefalten. Darin ruht er nun für 60 Minuten. In dieser Zeit 2x Falten. Immer nach 20 Minuten.

Den Teig nun vorsichtig in zwei Laibe (oder einen großen) formen und 10 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Die Laibe nach dieser Zeit noch einmal rund wirken und in vorbereitete Gärkörbchen geben.

Nun darf das Brot ein letztes mal für 60-90 Minuten gehen und wird dann mit Schwaden in den 250°C heißen Ofen eingeschoben. Nach 15 Minuten schalte ich den Ofen auf 200°C zurück und backe die Laibe, je nach Größe aus.

Gesamtbackzeit:
2 kleine Laibe 50 Minuten
1 großer Laib 60-70 Minuten (ich mag sie gut ausgebacken lieber) 

P.S. Ich backe das Brot gerne im Eisentopf mit Deckel aus. Da spare ich mir das Schwaden und das Brot hat keine Chance zu breit zu laufen, falls der Teig doch etwas zu weich geraten ist, oder man beim Wirken geschludert hat ;).
Der Deckel wird nach 25 Minuten vom Topf genommen und das Brot darf ohne Deckel zu Ende backen.



Montag, 10. Dezember 2018

Badische Hildabrödle vegan

Ich bin ein Freund von Traditionsgebäck auf dem Plätzchenteller. Erst dadurch wird es richtig weihnachtlich für uns. 
Jeder hat seinen ganz eigenen Liebling. Der eine mag die guten alten Butterplätzle, der andere braucht Springerle zu seinem ganz persönlichen Weihnachtsglück und wieder einer die zuckersüßen Hildabrödle. 
Ohne Hildabrödle geht hier kein Plätzchenteller über die adventliche Kaffeetafel. Seit drei Jahren aber in veganer Version. Für manch einen mag das ein Unding sein, für mich und den Rest der Familie aber oberlecker :D



Badische Hildabrödle vegan ergibt ca. 90Stück

Teig:

  • 500g Weizenmehl 405/550
  • 2Msp. Backpulver
  • 250g Margarine (z.B. Alsan)
  • 150g Puderzucker
  • Mark einer Vanilleschote (optional)
  • 1Pr. Salz



  • 1EL Sojamehl
  • 3EL kaltes Wasser

Zum Füllen:
  • Marmelade nach Wahl 


Sojamehl mit Wasser klümpchenfrei verrühren.


Alle Zutaten inkl. Sojamehl/Wassergemisch schnell zu einem glatten Teig verkneten und eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.


Nun den Teig ca. 3mm dick auswellen und mit Linzerformen Plätzchen ausstechen.

Die Plätzchen werden bei Heißluft 170°C/ 7-10 Minuten gebacken. Jeder Ofen heizt anders. Darum die Plätzchen immer im Auge behalten.

Nach dem Auskühlen können die Plätzchen mit Zuckerguss bestrichen werden. 
Wenn der Guss getrocknet ist, die Unterseite der Plätzchen  mit Marmelade bestreichen (hier Quittengelee und Himbeermarmelade) und das zweite Plätzchen aufsetzten.

Man kann die Plätzchen auch gleich nach dem Auskühlen füllen und mit Puderzucker betäuben. Ganz wie man mag.



Das Sojamehl/Wassergemisch gibt dem Teig eine ganz glatte Struktur, eine schöne gelbliche Farbe und die Oberfläche der Plätzchen bleibt beim backen schön seidig-glatt.
Auch der Puderzucker sorgt für einen glatten Teig. Bitte keinen Kristallzucker verwenden!

TIPP: Dieser Teig lässt sich wunderbar verfeinern mit Zim, Orangenschale ... 
Dieser Teig ist mein Standart.Plätzchenteig und wird entsprechend der Plätzchensorten verfeinert.

Donnerstag, 29. November 2018

Adventliches Apfelbrot vegan


Eigentlich ist mir noch gar nicht adventlich zumute. Meine Backwut scheint das aber gar nicht zu interessieren und somit bin ich fleißig am Teig rühren und Rezepte ausbrüten und das ganz weihnachtlich würzig. 
Schon früher mochte ich das Apfelbrot in der Adventszeit ganz besonders. Ich hatte ein, für heutige Verhältnisse, ziemlich häßliches Backbuch von meiner Mutter geschenkt bekommen. Doofe Fotos, romantisch nostalgisches BlaBla und einer wunderhübschen Oma vorne drauf. Ja, und die war ganz sicher auch der Grund, warum ich dieses Backbuch oder eigentlich ist es ehr ein Jahreszeiten Koch-und Backbuch bis heute so liebe. Ehrlich - ich bin etwas omaverliebt. 
Und in diesem "tollen-häßlichen" Buch ist ein superleckeres Apfelbrot-Rezept drinne. Nur leider null vegan. Verzichten mag ich aber nicht drauf uns so entstand mein Apfelbrot-Rezept. Voll vegan und "voll lecker" wie mein Sohn bemerkte.


adventliches Apfelbrot vegan (30cm Kastenform)

Trockene Zutaten:

  • 200g Mehl 550
  • 100g Hartweizengrieß
  • 2EL Stärke
  • 1TL Backpulver
  • 1TL Natron
  • 1/2TL Salz
  • 220g Rohrohrzucker (fein, zur Not feiner mixen)
  • 1/2TL Tonkabohne gemahlen
  • 1TL Zimt


Feuchte Zutaten:

  • 200ml Sojamilch
  • 1EL Apfelessig naturtrüb
  • 80ml geschmacksneutrales Öl


Sojamilch mit Essig mischen und 10 Minuten stocken lassen! Danach Öl  unterrühren.

Grobe Zutaten:

  • 3-4 Äpfel mit Schale geraspelt (ergiebt ca. 350g)
  • 50g Rumrosinen ohne Flüssigkeit(oder in O-Saft eingelegte)



  • gehobelte Mandeln zum Bestreuen


Trockene Zutaten gut mischen, die Feuchte unterrühren, so dass ein glatter Teig entsteht und nun die groben Zutaten gleichmäßig und kurz in den Teig einarbeiten.

Der Teig darf nun in eine Kastenform und wird mit gehobelten Mandeln bestreut.
Gebacken wird das Apfelbrot bei 180°C Ober/Unterhitze für ca. 60 Minuten. Stäbchenprobe machen, jeder Ofen ist anders.

Kleiner Tipp: Sollten die Äpfel sehr saftig sein, einfach die Milchmenge um 50ml reduzieren. 

Auch mit Karamellsoße lecker ;)


Dienstag, 13. November 2018

Herbstliche, vegane Apfeltorte

Eine Woche Herbstferien sind vorüber (seit einer Woche schon!). Wir haben sie ganz entspannt in Nordfriesland verbracht. 
Kaum zu Hause hatte mich der Alltag wieder und es wurden  10kg Sauerkraut eingestampft, 8kg Rotkraut eingekocht und 2l Quittensaft zu Gelee verarbeitet. 
Da kam das Wochenende gerade recht zum Entspannungsbacken mit dem mittleren Sohn, der gerade dabei ist, den perfekte Käsekuchen zu backen. Ich finde, er ist schon ziemlich nah dran. 
Da ich aber keinen Käsekuchen essen kann (klar, nicht vegan), der Keller aber voller Äpfel liegt, habe ich mich an eine einfache, aber leckere Apfeltorte gemacht. Im Prinzip ist sie eine Mischung aus gedecktem Apfelkuchen und schwedischer Apfeltorte. Von beidem einfach das leckerste geklaut. 



Apfeltorte vegan
(22er Springform)

Mürbteig:

  • 160g Mehl
  • 1Pr. Backpulver
  • 80g Alsan
  • 50g Rohrohrzucker
  • 1Pr. Salz
  • etwas Apfelbei (ca. 1EL) oder etwas eiskaltes Wasser

Alles schnell verkneten und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Füllung:

  • 500g Glas Apfelmus 
  • 500g Äpfel
  • 50g Zucker
  • 1Pr. Salz
  • 1P. Vanillepudding 
Äpfel schälen und entkernen. In kleine Würfel schneiden. Den Apfelmus mit dem Vanillepuddingpulver und dem Zucker gut verrühren und die Apfelstücke unterheben.

Nun den Boden einer 22er Springform mit Backbapier auslegen und den Teig in die Form drücken. Ich welle den Teig aus und schneide mir eine Teigplatte zurecht. 
Der Rand wird dann ca. 3cm hochgezogen.
Die Apfelfüllung einfüllen und bei 170°C Intensivbacken oder 175°C Ober/Unterhitze ca.50-60 Minuten backen. 

Den Kuchen abkühlen lassen und im Kühlschrank durchkühlen.

Topping:

  • 1 Becher sehr kalte vegane Sahne (am besten Schlagfix - ich hatte leider nur halbfeste Sojasahne zur Verfügung)
  • 2TL San Apart
  • Zimt


Sahne mit San Apart steif schlagen und auf dem Kuchen verteilen. Vor dem Servieren mit Zimt bestreuen.

Tipp: Möchtet ihr das Rezept in einer 26er Springform backen, multipliziert alle Zutaten einfach mal 1,39 und ihr habt die richtige Menge 



Freitag, 28. September 2018

Apfelblechkuchen mit "Marzipan- Rahmguss" ♥vegan♥

Die Apfelsaison ist in vollem Gange und nix geht über einen leckeren Apfelkuchen. Besonders als Belohnung nach dem fleißigen sammeln mit einer heißen Tasse Tee. Hier am liebsten vom Blech. Mit Streusel, gedeckt oder mit einem leckeren Guß. Alles lecker! 
Meist bekommt man aber keinen veganen Apfelkuchen. Ich hab einen für euch gebacken. Oberlecker und schneller, als man denkt - finde ich jedenfalls ;)




Apfelblechkuchen mit "Marzipan- Rahmguß"

Hefeteig:

  • 500g Mehl 550
  • 250ml Pflanzendrink (hier Soja oder Hafer), lauwarm
  • 20g Bio-Hefe
  • 5EL Rohrohrzucher
  • 1TL Salz
  • 1EL Apfelmark


Einen Hefeteig wie gewohnt herstellen. Ins Mehl eine Mulde drücken. 1EL Zucker sowie die Hefe hineinbröckeln und mit der lauwarmen Pflanzenmilch übergießen. Grob verrühren und 20 Minuten abgedeckt stehen lassen.
Danach alle restlichen Zutaten zufügen und gut durchkneten. Es soll ein elastischer, weicher Teig entstehen.
Den Terig 45 Minuten ruhen lassen. 
Nochmals kurz durcharbeiten und nach einer kurzen Entspannungsphase auf ein Backblech ausrollen. Nun darf er nochmal abgedeckt ca. 20 Minuten gehen.

Belag:

  • 1kg Äpfel gewürfelt
  • 3EL Zitronensaft


Äpfel schälen und in grobe (ca.1,5cm) Würfel schneiden. In einer Schüssel mit dem Zitronensaft vermischen und auf den gegangenen Teig verteilen.

Guß:

  • 400g Quarkaltenative (z.B. Provamel)
  • 250ml Sojasahne
  • 100g Zucker
  • 100g Marzipan (vegan)
  • 1P. Vanillepudding
  • 2EL Öl


Alle Zutaten im Mixer glatt mixen und über die Äpfel gießen. 


  • 100g geh. Mandeln


Zum Schluss großzügig mit gehobelten Mandeln bestreuen


Das Blech bei 200°C Ober/Unterhitze in den Ofen schieben und ca. 35 Minuten backen.



Montag, 17. September 2018

Gewürzkuchen

Gewürzkuchen geht hier immer. Wir lieben Gewürze das ganze Jahr über. Unser leckerstes Gewürzkuchenrezept möchte ich mit euch teilen. 
Diesen einfachen Rührkuchen backe ich immer zum Pilze.sammel.Start. Ganz früh aufstehen, in die Pilze huschen und im Wald heißen Tee mit Gewürzkuchen frühstücken. So läuten wir den Herbst am allerliebsten ein :D





Gewürzkuchen (das Rezept reicht für eine Springform oder 1/2 Backblech)


  • 125g Alsan od. Butter
  • 250g Rohrohrzucker 
  • 5 Eigelbe

 Butter und Zucker cremig aufschlagen. Eigelbe einzeln dazu rühren


  • 125g gemahlene Nüsse
  • 1TL Zimt
  • 1TL Nelken gemahlen
  • 125g Mehl (405,550 od. Vollkorn)
  • 1/2P. Backpulver
  • 1EL Kakaopulver
  • optional 50g Schokostreusel oder Drops

  • 2 EL Rum od. Saft
  • 8EL Milch/Pflanzenmilch
Alle trockenen Zutaten zur Butter/Eicreme geben, Rum/Saft und Milch ebenfalls dazu und kurz unterrühren.


  • 5 Eischnee

Eischnee unterheben

Den Teig in eine Springform oder in einen Backrahmen (25cmx22cm)füllen und bei 180°C /35 Minuten backen. Stäbchenprobe machen .
Nach dem Abkühlen mit Zuckerguß oder Schokolade und Zuckerstreusel so richtig bunt verzieren verzieren.

Der Kuchen kann mehrere Tage durchziehen (muss er aber nicht).



Freitag, 6. Juli 2018

Aus dem Garten - auf den Tisch: Beeren-Streuselkuchen mit Vanillecreme

Die Beerenzeit ist in vollem Gange. Die Marmeladengläser gefüllt, ebenso der Froster und die Büsche sind noch lange nicht leer. Jedenfalls ist es hier so. Beschweren möchte ich mich aber wirklich nicht, denn wir lieben Beeren in allen Variationen, aber besonders gerne auf oder im Kuchen. 
Und weil Kuchen immer geht, buk ich gestern diesen leckeren Streuselkuchen zur "Probe" für`s anstehende Schulfest. Alle fanden ihn sehr lecker und deshalb möchte ich mit euch das Rezept teilen. Leckere Kuchenrezepte kann man schließlich nie genug haben, oder?



Beeren-Streuselkuchen mit Vanillecreme (1 Blech)

Hefeteig:

  • 500g Mehl (hier Dinkelvollkorn und 630 gemischt)
  • 1/2 Würfel *Bio-Hefe
  • 250ml Pflanzendrink oder Milch
  • optional 3 Kardamomkapseln (die schwarzen Samen darin mörsern)
  • 80g Zucker
  • 1TL Salz
  • 100g Alsan oder Butter
  • 1 Ei (vegan entweder 1 geh. EL Apfelbrei, Joghurt oder etwas mehr Milch)

Die Milch leicht erwärmen und die Hefe zusammen mit dem gemörserten Kardamom darin auflösen.
Die Hefemilch nun mit 250g Vollkornmehl und 1 EL Zucker in einer Schüssel vermischen und 30 Minuten ruhen lassen.
Nun die restlichen Zutaten dazugeben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
Der Teig geht nun 45 Minuten an einem nicht zu kalten Platz.

Danach kurz durchkneten, nochmal 10 Minuten abgedeckt entspannen lassen und auf einem Blech auswellen.
Da ruht der Teig nochmals abgedeckt 15 Minuten.

* Bio-Hefe verhält sich anders als konventionelle Hefe. Sie braucht einen warmen anstupser, um zu gehen. Auch sollte der Teig vor Zugluft geschützt werden

Creme(kann schon im Voraus zubereitet werden, da sie erkalten muss):

  • 500ml Pflanzendrink oder Milch
  • 1P. Vanillepuddingpulver
  • 6 EL Zucker
Nach Packungsanweisung einen Pudding zubereiten. Mit Folie abdecken, damit sich keine Haut bildet und erkalten lassen.
  • 400g Quark oder Sojaquark (Provamel)
  • 3 Eier (vegan 4EL Speisestärke-nicht zu stark gehäuft)
  • 1EL Speisestärke

Alles zum kalten Pudding geben und und gut verrühren und auf dem Hefeteig verteilen.


Belag:

  • 1kg Beeren gerne gemischt

Beeren verlesen ggf. waschen (finde ich bei Johannisbeeren/Himbeeren verlorene Zeit, da die ohnehin sauber sind, es sei denn, ein Vogel hat drauf gemacht oder der Mann frisch gemäht).

Die Beeren auf der Creme und dem Teig verteilen.

Streusel:

  • 300g Dineklmehl (1/2 VK/ 1/2 630)
  • 120g Zucker
  • 150g Alsan oder Butter
  • 1 Pr. Salz
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 Zimt (optional)
Alles schnell verkneten - fertig sind die Streusel :)

Über den Kuchen streuseln und alles bei 200°C in den Ofen schieben.
Den Kuchen 35-40 Minuten backen. 




Dienstag, 3. April 2018

Erdnuss-Karamell-Cookies

Kekse gehen immer, oder?
Man kann sie perfekt zum Picknick mitnehmen, sie lassen sich für Festlichkeiten vorbereiten oder für Spontanbesuch ratzfatz backen, kleine Kinder bekommen beim Essen keine schmutzigen Finger, vorrausgesetzt es ist keine Schokoglasur drauf. Kekse sollte man also immer parat haben für den kleinen Süßhunger zwischendurch ;).

Meine Jungs stehen total auf Erdnuss- Karamell- Cookies. Das Originalrezept ist vom Dr.Oetker Backbuch "Vegan backen". Ein bisschen habe ich es abgewandelt, weil sie uns sonst zu süß werden. Aber ihr müsst sie unbedingt ausprobieren. Die salzigen Erdnüsse in Kombination mit dem zuckersüßen, ganz leicht bitteren Karamell - ein Traum!


Erdnuss- Karamell- Cookies (vegan) (ca. 12 Stück)


Vorbereiten:
  • 100g Rohrohrzucker karamellisieren lassen und auf einem Backpapier verstreichen. Wenn das Karamell abgekühlt hat in kleine Stücke brechen. Noch leichter gehts, wenn ihr das Karamell in eine Plastiktüte gebt und mit dem Wellholz leicht drüber rollt. Aber nicht zu fest, wir wollen Stücke, kein Mehl ;)

Für den Teig:
  • 75g Alsan mit
  • 75g Ernussbutter crunchy und
  • 50g (75g im Originalrezept) Rohrohrzucker fein, schaumig schlagen

nun kommen 
  • 100g Mehl
  • 25g Speisestärke 
  • 1/4 TL Hirschhornsalz dazu. 
Alles zu einem homogenen Teig verkneten. Nicht zu lange.
Nun mit den Händen
  •  75g geröstete, gesalzene Erdnüsse und die
  • 100g Karamellstücke
unter den Cookie-Teig heben.

Den Teig rollt ihr nun zu einer Rolle von ca. 5cm Durchmesser und schneidet ihn in 2cm dicke Scheiben ab. Diese setzt ihr auf ein vorbereitetes Backblech und drückt sie ein bisschen flacher. Der Teig wirkt bröselig. Einfach alles schön zusammenschieben. Der Ofen klebt den Keks schon zusammen ;).

Die Kekse werden nun für ca. 12 Minuten bei 170°C Heißluft goldbraun gebacken. Im Auge behalten, damit sie nicht zu dunkel werden. Das Karamell verbrennt sonst. Nach dem Backen die Kekse mit dem Backpapier vom Blech ziehen und vollständig erkalten lassen.
Die Cookies laufen nicht sehr breit beim Backen.


Sie halten sich in einer gut schließenden Blechdose verpackt ca. 2 Wochen.

Freitag, 22. Dezember 2017

Dinkel- Einkorn- Sterne und ...

... ein 
gesegnetes Weihnachtsfest Euch allen 

Das Rezept der Dinkel- Einkorn- Sterne entstand ganz am Anfang diesen Jahres, in den Weihnachtsferien. Nach Weihnachten. So lange wartet es nun schon darauf, mit euch geteilt zu werden. Wie oft habe ich sie gebacken und alle Familienmitglieder waren jedesmal neu begeistert von den Sternen. Nicht nur optisch sind sie ein Highlight, auch geschmacklich haben sie einiges zu bieten. Am tollsten finde ich, dass man jeden Zacken mit einem anderen Aufstrich beschmieren kann. Mein Mann liebt sie, weil es genug Oberfläche für Krustieliebhaber gibt und die Kinder mögen ganz klar die ausgefallene Sternform - nicht nur zu Weihnachten.
Vielleicht ist dem ein oder anderen von euch über Weihnachten oder gar vorher zum Sternchen backen zumute. Meine Truhe jedenfalls ist nun gefüllt mit einem ganzen Sternenhimmel :D.



Dinkel- Einkorn- Sterne (ergibt ca. 12 Stück)

Sauerteig:
  • 45g Einkornvollkornmehl
  • 45g Wasser
  • 20g Anstellgut

4-5h bei ca. 32°C gären lassen

Brühstück:
  • 25g Dinkelmalzflocken
  • 50g Lupinenschrot
  • 25g Sonnenblumenkerne
  • 25g Sesam
  • 125g kochend-heißes Wasser

3-5h ausquellen lassen

Quellstück:
  • 110g Einkornvollkornmehl
  • 110g Wasser

zusammen mit dem Brühstück anstellen

Hauptteig:
  • Sauerteig
  • Brühstück
  • Quellstück 
  • 350g Dinkelmehl 630
  • 12g Salz
  • 5g Hefe
  • 150g Wasser
  • 1EL Acerolakirschsaft (optional)

Alles 3 Minuten langsam verkneten und den Teig 5 Minuten ruhen lassen.


dazu und nochmal 3 Minuten kneten.


Nun den Teig in eine Schüssel geben und 150 Minuten nicht zu warm gehen lassen. Dazwischen 2x falten. Jeweils nach einer Stunde.

Den Teig auf die bemehlte Arbeitfläche kippen und ca. 80g schwere Teiglinge abstechen. Diese rund wirken und 10 Minuten entspannen lassen. 

Die Teiglinge mit Wasser abstreichen und in die Saatenmischung (z.B. Sonnenblumenkerne, Lupinenschrot) tauchen. Den Brötchenstecher nehmen und die Teiglinge damit komplett durchstechen. Wer keinen hat nimmt einfach eine kleine Malerspachtel und hat dann halt einen 6-zackigen Stern.
Nun das Innere nach Außen drehen und mit der Saatenseite nach oben nochmals 45-60 Minuten auf dem Backblech gehen lassen. Dabei mit einem Tuch oder einer geeigneten Folie abdecken.

Nach der Gehzeit werden die Brötchen für ca. 20 Minuten bei 230°C (vorgeheizt wird er aber auf 250°C) gebacken. 
Beim Einschießen der Brötchen Schwaden geben.


Tipp:Ich backe übrigens immer gleich die doppelte Menge und gefriere die Sterne ein. Ist ja doch ein bisschen Aufwand.





Dienstag, 7. November 2017

Emmer- Roggen- Brot

Brot backen, eine Leidenschaft die mich seit gefühlten Jahrzehnten nicht mehr los lässt. Eine so erdende und erfüllende Arbeit. 
Etwas so wunderbar "schlichtes und einfaches" wie Brot mit seinen eigenen Händen zu erschaffen und den Menschen ein tiefes "mmh" zu entlocken. Unbezahlbar. Ich liebe das Backen und ich liebe es in die schmatzenden Gesicher meiner Lieben zu gucken...
Und doch, meine Tage sind derzeit reich gefüllt mit ganz viel Arbeit am Hof und im Garten. Arbeit die ich gerne mache, aber die auch fordert. Deshalb backe ich nun immer unseren gesamten Wochenvorrat Brot an einem Tag. Manchmal auch den für zwei Wochen. Aber Brotliebhaber wissen, es gibt kein altes Brot, nur gereiftes ;). 

Die großfamiliären Portionsgrößen von Günther Weber`s Rezepten sind mir da eine große Hilfe. Was viele bemängeln ist für mich einfach nur super! Kein Hochrechnen, einfach losbacken. Genial.
Sein Emmerlein ist eines unserer liebsten Brote. Es wurde schon so oft gebacken und funktioniert immer. Ein bisschen weniger Wasser brauche ich, aber sonst alles perfekt.
Da es uns aber scheinbar chronisch an Emmer mangelt Emmer habe ich nun schon häufiger das Rezept abgewandelt und ein Emmer- Roggen- Brot daraus gebastelt. Was uns nicht weniger gut schmeckt und durch den Roggen eine schöne lange Frischhaltung aufweist (was das Emmerlein allerdings auch hat). 
Ich benutzte übrigens immer Lichtkornroggen. Mir gefällt die helle Farbe des Korns und es schmeckt wesentlich milder, als der herkömmliche Roggen.

♥ Und weil uns das Brot so gut schmeckt, 
teile ich hier das Rezept mit euch ♥





Emmer-Roggen-Brot mit Leinsaat  
(3 Brote à 750g Teigeinlage) 


Sauerteig:
  • 225g Emmerschrot mittel 
  • 225g Wasser 
  • 50g Anstellgut (ASG am besten aus Emmer, notfalls Dinkel) 
Stehzeit: hier 12h im warmen Wohnzimmer

Quellstück:
  • 110g Leinsamen
  • 275g Wasser heiß

Ich bereite das Quellstück am Abend vorher mit dem Sauerteig zu.


Brotteig:
  • Sauerteig
  • Quellstück
  • 450g Emmervollkornmehl
  • 435g (Lichtkorn-)Roggenvollkornmehl
  • 500g Wasser (langsam zum Teig geben)
  • 22g Salz
  • 10g Bio-Hefe

Alle Zutaten mit 400g Wasser 3 Minuten langsam verkneten und den Teig gut 5 Minuten entspannen lassen.
Das ganze Spiel noch 2x wiederholen. Das Wasser sollte nun aufgebraucht sein. 
Dann den Teig 45 Minuten ruhen lassen. 

Nach der Ruhepause den Teig in drei Teile teilen, in Form bringen und in die vorbereiteten Kastenformen (die Größe passt perfekt) füllen.

Das Brot geht nun ca.70 Minuten. Variiert je nach Küchentemperatur, also Teig beobachten.

Bei nicht ganz voller Gare wird es nun gestippt, mit Schwaden, in den mindestens 250°C heißen Ofen geschoben. 

Nach 15 Minuten die Temperatur auf 200°C reduzieren und die Ofentür kurz öffnen (der Wasserdampf soll raus).

Weitere 50 Minuten backen. Die letzten 15 Minuten ohne Form.


♥ Viel Spass beim Nachbacken ♥