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Freitag, 6. Juli 2018

Aus dem Garten - auf den Tisch: Beeren-Streuselkuchen mit Vanillecreme

Die Beerenzeit ist in vollem Gange. Die Marmeladengläser gefüllt, ebenso der Froster und die Büsche sind noch lange nicht leer. Jedenfalls ist es hier so. Beschweren möchte ich mich aber wirklich nicht, denn wir lieben Beeren in allen Variationen, aber besonders gerne auf oder im Kuchen. 
Und weil Kuchen immer geht, buk ich gestern diesen leckeren Streuselkuchen zur "Probe" für`s anstehende Schulfest. Alle fanden ihn sehr lecker und deshalb möchte ich mit euch das Rezept teilen. Leckere Kuchenrezepte kann man schließlich nie genug haben, oder?



Beeren-Streuselkuchen mit Vanillecreme (1 Blech)

Hefeteig:

  • 500g Mehl (hier Dinkelvollkorn und 630 gemischt)
  • 1/2 Würfel *Bio-Hefe
  • 250ml Pflanzendrink oder Milch
  • optional 3 Kardamomkapseln (die schwarzen Samen darin mörsern)
  • 80g Zucker
  • 1TL Salz
  • 100g Alsan oder Butter
  • 1 Ei (vegan entweder 1 geh. EL Apfelbrei, Joghurt oder etwas mehr Milch)

Die Milch leicht erwärmen und die Hefe zusammen mit dem gemörserten Kardamom darin auflösen.
Die Hefemilch nun mit 250g Vollkornmehl und 1 EL Zucker in einer Schüssel vermischen und 30 Minuten ruhen lassen.
Nun die restlichen Zutaten dazugeben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten.
Der Teig geht nun 45 Minuten an einem nicht zu kalten Platz.

Danach kurz durchkneten, nochmal 10 Minuten abgedeckt entspannen lassen und auf einem Blech auswellen.
Da ruht der Teig nochmals abgedeckt 15 Minuten.

* Bio-Hefe verhält sich anders als konventionelle Hefe. Sie braucht einen warmen anstupser, um zu gehen. Auch sollte der Teig vor Zugluft geschützt werden

Creme(kann schon im Voraus zubereitet werden, da sie erkalten muss):

  • 500ml Pflanzendrink oder Milch
  • 1P. Vanillepuddingpulver
  • 6 EL Zucker
Nach Packungsanweisung einen Pudding zubereiten. Mit Folie abdecken, damit sich keine Haut bildet und erkalten lassen.
  • 400g Quark oder Sojaquark (Provamel)
  • 3 Eier (vegan 4EL Speisestärke-nicht zu stark gehäuft)
  • 1EL Speisestärke

Alles zum kalten Pudding geben und und gut verrühren und auf dem Hefeteig verteilen.


Belag:

  • 1kg Beeren gerne gemischt

Beeren verlesen ggf. waschen (finde ich bei Johannisbeeren/Himbeeren verlorene Zeit, da die ohnehin sauber sind, es sei denn, ein Vogel hat drauf gemacht oder der Mann frisch gemäht).

Die Beeren auf der Creme und dem Teig verteilen.

Streusel:

  • 300g Dineklmehl (1/2 VK/ 1/2 630)
  • 120g Zucker
  • 150g Alsan oder Butter
  • 1 Pr. Salz
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 Zimt (optional)
Alles schnell verkneten - fertig sind die Streusel :)

Über den Kuchen streuseln und alles bei 200°C in den Ofen schieben.
Den Kuchen 35-40 Minuten backen. 




Donnerstag, 12. April 2018

Lauch ♥ Schnittlauch ♥ Wilder Lauch ♥ Schnitt.Knoblauch

Ja was denn nun!
Es gibt so unzählich viele Allium Arten. Wie gerne würde ich sie auseinander halten können. Allein in meiner sehr nahen Umgebung habe ich drei davon entdeckt. Wir sind ein sehr fruchtbares Tal und mit Wildkräutern geizt unsere Natur nicht. Ich zeige euch meine Fundstücke und ihr dürft fröhlich mitraten und mir bei der Sortenfindung helfen.Ich habe alle drei ins Kräutereck des Gartens gepflanzt und hoffe, sie vermehren sich fröhlich.

Ganz sicher ist, es sind alle drei Pflanzen Wildpflanzen. Zierlauch schließe ich somit ganz sicher aus.

Bin gespannt und hoffe, es kommen ein paar Tipps zusammen ;)

langstieliger Schnittlauch Schnittlauchgeruch Blätter hohl

Wilder Schnittklauch kurzstielig Blätter hohl Schnittlauchgeruch

Wilder Lauch - Blätter flach, breit, nicht hohl - Geruch wie Stangenlauch. Meine Vermutung Runder Lauch(?). Blüten im Sommer sehen jedenfalls stark danach aus.EDIT:Hier scheint es sich um die "Wilde Zwiebel" zu handeln

Wilde Zwiebel

li. Schnittlauch klein-  Mitte Schnittlauch langstielig - re. Wilder Lauch


Zwiebelansicht: Brutzwiebel beim Kleinen gelb, beim großen rötlich-braun und beim Lauch keine vorhanden


Montag, 9. April 2018

Frühling im Überfluss

Das Wetter am Wochenende war wunderbar. Die Natur lebt gerade ihren Überfluss aus und beschenkt uns mit ihrem wertvollen Gut.

Meine Hühner sind in bester Eier.Leg.Laune, die Bienen sind gut durch den Winter gekommen, die Wälder stehen im satten Grün des Bärlauchs und die Tiere tun, was man zu dieser Zeit im Jahr eben so macht. Alles wie es sein soll. Beruhigend. Ein Fest für die Sinne.

Das sonnige-warme Wetter hat uns einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer ermöglicht. Man konnte es auch nach Sonnenuntergang noch gut aushalten, ohne zu frieren. Die Sonne bekommt jeden Tag mehr Kraft und ich merke gerade noch stärker, wie sehr ich dass vermisst habe.









Mittwoch, 2. Dezember 2015

Hagebutten

Ich kenne niemanden dem diese kleinen roten Früchte kein Lächeln ins Gesicht zaubern. Kaum erblickt startet der Kopf ein Gedankenkarusell, was man aus den putzigen Butten alles basteln könnte oder zu was sie sonst noch zu gebrauchen sind. Und das ist viel... .
Allem voran ist es wohl der Tee, der uns in den Sinn kommt. Vitamin C reich und säuerlich-wohlschmeckend. 
Das Hiffenmark, ganz klassisch auf dem Brot oder in der Soße, aber auch als Krapfenfüllung nicht wegzudenken. 
Das regelmäßige Verzehren der Früchte soll sich, laut neuesten Studien, positiv auf Gelenksentzündungen auswirken und kann evtl. sogar den Schmerzmittelbedarf senken. Was es nicht alles gibt?! Verantwortlich dafür ist der Wirkstoff  Galaktolipid, der hauptsächlich in den Kernen sitzt. Dieser ist allerdings stark hitzeempfindlich. Also am besten die komplette Frucht samt Kernchen ganz schonend trocknen (am besten unter 40°C) und mahlen (geht super mit der Widukind Getreidemühle).Danach ins Müsli oder in den morgentlichen Smoothie. Halten wir fest, die Hagebutte ist ein prima Alleskönner und wir brauchen natürlich ganz ganz viele davon.

In den Herbstferien (schon wieder echt lange her) waren die drei Jungs urlauben bei der Oma. Der perfekte Zeitpunkt also für meine Nichte und mich in die Büsche zu hüpfen und die kleinen Hiffen zu ernten. Meine Buben würden so etwas ehr als Strafarbeit verbuchen. Das wollte ich natürlich nicht. Die Nichte aber ist mit einem solchen feuereifer bei der Sache ... da fängt mein Tantenherz vor lauter Stolz das Stolpern an. Unsere Körbchen waren ratzifatzi voll. Und die Vorfreude auf`s Verarbeiten kaum auszuhalten.


Wir führten Mädchengespräche und genossen das herrliche Herbstwetter. Ich erzählte ihr Geschichten über die Hagebutten. Wir überlegten, was wir mit unserer Ernte außer Marmelade kochen sonst noch basteln und ob sie ein Referat über das alles schreiben wollte. Wir lutschten die süß-sauren Butten aus und spuckten um die Wette, wenn wir eine nicht so gute abbekommen hatten. Wir ließen keinen Rosenbusch aus, an dem wir nicht wenigstens eine Frucht probierten und stellten fest, die Hagebutten sehen nicht nur alle unterschiedlich aus, sie schmecken auch unterschiedlich. 


Es war rundum ein schöner Nachmittag. Für solche Momente mit ihr bin ich sehr dankbar. Sie ist ein so warmherziger und feinfühliger Mensch. Es macht einfach nur spaß mit ihr!


Zu Hause angekommen ging es dann ans Putzen. Wir haben die Hiffen gewaschen und schnitten nur die Stiele und dunklen Blütenreste ab. Dann wurden sie in den Froster gelegt. Kleine Winterpause. 
Wir haben hauptsächlich die reifen, aber noch festen Früchte abgeerntet. So hart würden sie wahnsinnig lange kochen müssen, um weich zu werden. Durch das Einfrieren sind sie schon weich und die Kochzeit verkürzt sich enorm. Außerdem werden sie durch den Kälteschock sehr viel aromatischer. Natürlich könnte man auch die ersten Fröste abwarten, aber hart lassen sie sich schöner putzen.
Die Kerne durften drin bleiben, auf die Juckerei hatten wir keine Lust.



Und diese Woche haben wir sie endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt, um sie einzukochen. Rezept ganz schlicht und einfach, ohne zusätzliche Säfte. Wir wollten nur den vollen Hagebuttengeschmack!
Rezept: Mit etwas Wasser dürfen die Hagebutten köcheln, ca. 5-10 Minuten. Sie sollten gut zerfallen sein. Ab und an gucken, damit nichts anbrennt! Nun darf der Brei durch meine Flotte Lotte von Rösler, das Einlegesieb mit 1mm benutzten und durchdrehen.
Die restlichen Kernchen werden nochmal kurz mit etwas Wasser aufgekocht um nicht zu viel gutes Mus zu versachenken und erneut durch die Mühle gedreht.
Das komplette Mus koche ich nun mit einer Vanilleschote und gleicher Menge Rohrzucker einige Minuten. Gelierzucker benutze ich nicht. Hagebutten gelieren selbst recht gut. Außerdem benutzte ich nur das nötigste an Wasser und so bekomme ich eine richtig tolle Konsistenz. 
Die Marmelade in saubere Gläser abfüllen und das Jahr über genießen :) 

Die FlotteLotte erwähne ich extra, weil ich schon so viele Passiermühlen ausprobiert habe, und diese tatsächlich auch sehr kleine Kernchen rausfiltert. 



TIPP: Hagebutten gibt es den ganzen Winter über, oft bis in den Februar hinein. Also keine Eile... 

Dienstag, 29. September 2015

Kornelkirsche

Die Kornelkirsche ist hier jedes Jahr beliebtes Sammelmaterial. Ihr sauer-süßer Geschmack eignet sich hervorragend für leckere Marmelade. Gesammelt werden die ganz dunkelroten Beeren, die bei Berührung abfallen. 
Ganz nebenbei sind die kleinen Kirschen, roh genossen,  eine richtige Vitamin C-Bombe. Überhaupt ist die Frucht sehr gesund und hat noch allerhand andere positive Wirkungen auf den Organismus.
Am besten erntet man sie, indem man eine Decke unter den Busch legt und schüttelt. So muss man später nur noch aussortieren, waschen und entkernen. Zugegeben, ein bisschen mühsam, aber, der Geschmack entschädigt für die ganze Arbeit. Er erinnert sehr an Sauerkirschen.



Ich mache die Marmelade (ja, Konfitüre) immer Pi mal Daumen. Erst köchel ich die "Kirschen" mit etwas Apfelsaft (ca.100-150ml) oder Wasser 15 Minuten durch und dann streiche ich die Früchte durch ein Sieb, um die Kerne vom Fleisch zu trennen. Geht so viel schneller als vorher einzeln zu entkernen. Messe die Menge ab und fülle ggf. den Rest mit Bananen auf ein Kilo auf. Dazu ganz wichtig, eine Vanilleschote und 1kg Gelierzucker 1:1. Die Kornelkische verträgt aufgrund ihrer herben Säure gut den Zucker, also keine Angst. Ich bin sonst auch ein ehr 3:1 Gelierzuckermensch.
Nach Packungsanweisung köcheln und in saubere Gläser abfüllen.
Die Kornelkische geliert sehr gut! 
Man kann gerne auch normalen Zucker und reines Apfelpektin verwenden. So habe ich das dieses Jahr gemacht und mische auch sonst gerne selber meinen Gelierzucker. Wer mag nimmt noch einen kleinen Schluck Zitronenesaft, nicht nötig, aber es rundet die vorhandene Säure schön ab. Zum Gelieren brauchen wir es aber nicht zwingend.



Nun hoffe ich, ihr findet noch den ein oder anderen Strauch mit Beeren in eurer Nähe. 

Übrigens ist die Kornelkirsche mit ihren frühen und nektarreichen Blütenballen erste Nahrungsquelle für Wild- und Honigbienen. Also wer noch nach Gehölzen für den Ziergarten sucht kann mit dem "Gelben Hartriegel", wie die Kornelkirsche auch gerne genannt wird,  einen positiven Beitrag zum Erhalt unserer Natur leisten.